Zum Inhalt springen
‹ Zurück zum RatgeberTechnik

Notstrom, Ersatzstrom, Inselbetrieb: was bei Stromausfall wirklich hilft

Die drei Begriffe werden ständig verwechselt. Was sie technisch bedeuten, was sie kosten und wie du die Kundenerwartung richtig setzt.

„Läuft die Anlage dann bei Stromausfall weiter?" — eine der häufigsten Kundenfragen. Die ehrliche Antwort hängt davon ab, welche Funktion tatsächlich verbaut ist. Wer die Begriffe sauber trennt, vermeidet enttäuschte Kunden.

Notstrom (Backup-Steckdose)

Beim einfachen Notstrom liefert der Wechselrichter bei Netzausfall eine begrenzte Leistung an einer separaten Steckdose — oft einphasig, mit kurzer Umschaltpause. Gut genug für Kühlschrank, Router und Handy, aber nicht fürs ganze Haus.

Ersatzstrom (Hausnetz-Umschaltung)

Ersatzstromfähige Systeme trennen das Haus automatisch vom Netz und versorgen das gesamte Hausnetz weiter — je nach Gerät ein- oder dreiphasig, meist mit sehr kurzer Unterbrechung. Das erfordert zusätzliche Hardware (Umschalteinrichtung) und eine passende Verkabelung.

Inselbetrieb (netzfern)

Der echte Inselbetrieb versorgt ein Objekt dauerhaft ohne Netzanschluss. Für Wohngebäude in Deutschland ist das selten sinnvoll — die Auslegung für dunkle Winterwochen wird teuer und überdimensioniert.

Erwartung richtig setzen

  • Klären, ob Notstrom oder Ersatzstrom gewünscht ist — der Preisunterschied ist erheblich
  • Umschaltzeit und maximale Leistung im Backup-Fall benennen
  • Dreiphasige Verbraucher (Herd, Wärmepumpe) gesondert betrachten
  • Speichergröße bestimmt die überbrückbare Dauer

Halte die gewählte Backup-Funktion als Position im Angebot fest und beschreibe sie im Langtext. So gibt es später keine Diskussion darüber, was „Notstrom" im konkreten Fall bedeutet.

Bereit, den Papierkram loszuwerden?

Leg deinen Betrieb in wenigen Minuten an und teste FlowVolt kostenlos.